Damit Jugendliche sich beruflich orientieren können, müssen sie berufliche Anforderungen kennen lernen. Deshalb liegt den Verfahren START und Hessen AC ein berufsspezifischer Ansatz zugrunde. Das heißt, die Jugendlichen erproben sich in simulierten Arbeitszusammenhängen (Simulationsprinzip).
Die Verfahren sind ein Instrument zur beruflichen Orientierung und Stabilisierung. In einem Assessment - Center bearbeiten die Teilnehmer/innen eine Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben. Dabei werden sie von geschulten Anleiter/innen unterwiesen und von geschulten Beobachter/innen nach festgelegten, standardisierten Kriterien beobachtet. Diese intensive Beobachtung durch verschiedene Beobachter/innen führt zu einem differenzierten Fähigkeitsprofil, das Aussagen über berufliche Stärken und Kompetenzen ermöglicht und zeigt, an welchen Stellen die Teilnehmer/innen möglicherweise noch einer gezielten Förderung bedürfen. Die jungen Menschen lernen ihre Kompetenzen und Stärken zu erkennen, durch Kennenlernen eines oder mehrerer Berufsfelder, durch Ausprobieren, durch Selbsteinschätzung und durch das Feedback eines / einer Beobachter/in.
Diese Verfahren können eingesetzt werden:
Für 17 Berufsfelder, u. a. Elektrotechnik, Friseur, Lager, Büro, IT, Holz Metall, Maler, Hotel und Gaststättengewerbe, Landschaftsgartenbau liegen derzeit Materialien mit Übungen und Einschätzungs- und Beobachtungsbögen vor.
Die Verfahren START und Hessen AC eignen sich zur Vorbereitung und Auswahl eines Berufsfeldes für ein Praktikum. Sie können sowohl für die Vorbereitung des 1. Schulpraktikums in der 8. Klasse, als auch für die Vorbereitung des 2. Praktikums genutzt werden. Die AC können als Einzel AC durchgeführt werden oder im Rahmen einer mehrtägigen Veranstaltung, bei der die Schüler/innen die Möglichkeit haben mehrere Berufsfelder kennenzulernen. Die Ergebnisse der AC setzen sich zusammen aus den Beobachtungen, der Selbsteinschätzung des /der Teilnehmer/in und dem Feedbackgespräch nach Abschluss der Übungen und werden in einem Fähigkeitsprofil pro Teilnehmer/in dokumentiert. Das Fähigkeitsprofil wird in einem gemeinsamen Gespräch mit den Akteuren (Schüler/in, Lehrer/in, Beobachter/in) besprochen und bestmöglich in den Schulalltag und die weitere Berufwegeplanung integriert.
Treffpunkt
Werkstatt für junge Menschen Eschwege e.V.
Niederhoner Str. 6
37269 Eschwege
Veronika Woch
veronika.woch@werkstatt-
eschwege.de
Telefon (05651) 339 54 27
Anke Engel
anke.engel@werkstatt-
eschwege.de
Telefon (05651) 33 954 14